Mendelsche Regel von Gregor Mendel | Informationen 2024

Die Mitose und die 3 Mendelschen Regeln / Mendelsches Gesetz

Mitose Informationen
Die 3 Mendelschen Regeln (früher: Mendelsches Gesetz)

Die theoretische Basis beim Verständnis der Erbgänge entstand im 19. Jahrhundert durch die Versuche von Gregor Mendel. Nach dessen Theorien der Vererbung liegen die Gene, die nach mendelschen Regeln erfasst wurden, in den Chromosomen, die im Zellkern liegen. Nach den mendelschen Regeln werden dominante und rezessive Gene unterschieden.

Der Augustiner-Mönch Gregor Mendel führte Anfang der 1860er Jahre verschiedene Kreuzungsexperimente mit Erbsenpflanzen durch. Das Ziel Mendels war es, herauszufinden, wie bestimmte Merkmalsformen an nachfolgende Generationen weitervererbt werden. Untersucht hat er unter anderem die Samenfarbe oder die  Samenform der Erbsen.

Definition Mendelsche Regeln (früher Mendelsches Gesetz)

Die Mendelschen Regeln gehen zurück auf die Arbeiten von Gregor Mendel im späten 19. Jahrhundert und bezeichnen die Vererbung von Merkmalen, deren Ausprägung von jeweils nur einem Gen bestimmt wird (sogenannter monogener Erbgang).

Man unterscheidet 3 Mendelsche Regeln:

  • Mendelsche Regel 1: Uniformitätsregel
  • Mendelsche Regel 2: Spaltungsregel
  • Mendelsche Regel 3: Unabhängigkeitsregel

Die Mendelschen Regeln gelten nur für Lebewesen, bei denen sich im Zuge der sexuellen Fortpflanzung diploide und haploide Stadien abwechseln. Für Organismen mit höherem Ploidiegrad (Polyploidie) lassen sich entsprechende Regeln ableiten. Viele Merkmale werden allerdings polygen vererbt durch das Zusammenwirken mehrerer Gene.

Früher bezeichnete man die Mendelschen Regeln als “Mendelsche Gesetze“. Da im Zuge weiterer Forschung aber diverse genetische Phänomene entdeckt wurden, bei denen ein Erbgang von den „Regeln“ abweichen kann, entschied man sich für die “weniger verbindliche”  Bezeichnung Mendelsche Regeln. Ein Beispiel für eine nicht-mendelsche Vererbung ist die sog. Genkopplung.

Beispiele für die Mendelschen Regeln

Mendelsche Regeln Beispiele
Mendelsche Regeln Beispiele

Mendel veranschaulichte verschiedene Beispiele für seine Untersuchungen. So soll zum Beispiel die Augenfarbe braun gegenüber der Augenfarbe blau dominant sein, die Anlage zu angewachsenen Ohrläppchen ist gegenüber frei stehenden Ohrläppchen rezessiv.

Aber nicht nur das Aussehen, sondern auch bestimmte Körperfunktionen oder Eigenarten sollen auf diesen Theorien beruhen. Heutzutage wird bei einer genetischen Beratung, bei der es vor allem darum geht, Erbkrankheiten auszuschließen, mit den mendelschen Regeln gearbeitet.

Mitose – Notwendige Untersuchungen

Gregor Mendel publizierte seine Entdeckungen im Jahr 1866 publizierte. Diese wurden aber zunächst kaum zur Kenntnis genommen und erst 1900, lange nach seinem Tod, wieder aufgegriffen.

Die Theorien Mendels mussten natürlich auch noch durch Untersuchungen belegt werden. Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurden erstmals bei den Untersuchungen von Zellen die Chromosomen beobachtet, die man während der Mitose sehen kann. Je mehr die Zellteilungsarten Mitose und Meiose erforscht wurden, umso mehr Erkenntnisse wurden im Bereich der Vererbung erlangt und auch, welche entscheidende Rolle die Chromosomen dabei spielen.

Durch zahlreiche Versuche wurde bewiesen, dass die Genverteilung nach den mendelschen Regeln der Chromosomenverteilung zum Beispiel bei der Mitose sehr ähnlich ist. Vorreiter dieser Versuche waren Walter Stanborough Sutton, Theodor Boveri sowie Carl Correns.

Aufgrund dieser zahlreich erlangten Erkenntnisse konnte die Chromosomentheorie der Vererbung bestätigt werden.

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